Romeo und Julia

Neuproduktion im Oktober

Romeo und Julia

Im Fokus des Festivals PUPPETS! steht eine große Jubiläumsproduktion des Salzburger Marionettentheaters: William Shakespeares Romeo und Julia. Am 24. Oktober feiert die wohl berühmteste Liebesgeschichte der Welt in einer Inszenierung von Thomas Reichert Premiere.

Er ist ein Montague, sie eine Capulet – und ihre Familien trennt seit Generationen eine erbitterte Feindschaft. Doch ab dem Moment, als sich Romeo und Julia zum ersten Mal in die Augen blicken, ist für beide klar, dass ihre Liebe auch im hasserfüllten Umfeld unauflöslich ist. Heimlich treffen sich die beiden bei Nacht, heimlich schließen sie ihre Ehe. Aber schneller als gedacht stoßen neues, persönliches Glück und alte, festgefahrene Verhältnisse aufeinander: Als Romeo seinen Feind Tybalt um Frieden bittet, erhitzt sich der Streit erneut und fordert die ersten Todesopfer. Eine Reihe unglücklicher Zufälle treibt die beiden Liebenden samt ihrer Familien in ein tragisches Schicksal.

Vor über 400 Jahren beschreibt William Shakespeare den Archetyp bedingungsloser junger Liebe, die sich auch über gesellschaftliche Grenzen hinwegsetzt. Regisseur Thomas Reichert, der seit 2006 durch mehrere Produktionen mit dem Salzburger Marionettentheater verbunden ist, nimmt in seiner Neuinszenierung die zeitlosen Aspekte der Tragödie in den Blick. Seine Bühnenfassung erzählt den Stoff mitsamt seinen tragischen und komischen Elementen in einer heutigen Sprache verdichtet, ohne die Poesie Shakespeares zu übergehen. In einem großen, reduzierten Bühnenraum und in der Verbindung aus verdecktem und offenem Marionettenspiel erlebt das Publikum mit Romeo und Julia einen berührenden Theaterabend.

    Romeo und Julia – die größte Liebesgeschichte aller Zeiten, voller Poesie und doch ohne falsche Sentimentalitäten, schon von Shakespeare in krasser Direktheit erzählt – hat am Schluss sechs Tote. Die Frage drängt sich auf: Wie kann es sein, dass eine Geschichte von vor-vorgestern auch heute noch so aktuell ist? Welch bitteres Zeugnis stellt diese Tatsache unserer Wirklichkeit aus? Wir sind wohl nicht in der Lage, eine Umgebung zu schaffen, in der unsere Kinder zu friedlichen Erwachsenen aufwachsen und so werden Konflikte von Generation zu Generation weitergereicht.

    Da sind Romeo und Julia, die ihre Liebe nur durch Selbstmord retten können. Sie bekommen einfach keine Chance, friedfertig erwachsen zu werden. Vier weitere Tote sind Opfer dieser Unvereinbarkeit von Liebe und gesellschaftlichen Zwängen.

    Diese Geschichte von Hass, Neid, Eifersucht und größter Liebe können Marionetten ganz besonders stark erzählen, da sie – nur aus Holz und scheinbar leblos – die uneingeschränkte Projektionsfläche von Gefühlen und Gedanken jedes einzelnen Zuschauers sein können.

    Thomas Reichert, Regisseur

    Termine

    Do,  24.10.2024 | 20:30
    Romeo und Julia William Shakespeare
    ohne Pause tba
    Fr,  25.10.2024 | 19:30
    Romeo und Julia William Shakespeare
    ohne Pause tba
    Sa,  26.10.2024 | 17:00
    Romeo und Julia William Shakespeare
    ohne Pause tba
    Fr,  20.12.2024 | 19:30
    Romeo und Julia William Shakespeare
    ohne Pause tba
    Fr,  27.12.2024 | 19:30
    Romeo und Julia William Shakespeare
    ohne Pause tba
    Mo,  30.12.2024 | 19:30
    Romeo und Julia William Shakespeare
    ohne Pause tba
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