Atelier Gespräch: Was hat Mozart mit Klimaschutz zu tun?

Karten

Überblick

Dauer: Dauer tba
Eine Begegnung zwischen Marionettenkunst und Psychologie
In Kooperation mit der Paris-Lodron-Universität Salzburg im Rahmen der Mozartwoche der Internationalen Stiftung Mozarteum
Univ.-Prof.in Sabine Coelsch-Foisner im Gespräch mit dem künstlerischen Leiter Philippe Brunner, der Umweltpsychologin Dr.in Isabella Uhl-Hädicke und Mitwirkenden der Produktion
Anmeldung zum Atelier Gespräch per Mail an ATELIER_GESPRAECH@plus.ac.at
Termine
Inhalt

Märchen und Marionetten bilden seit jeher eine reizvolle Allianz. Es verwundert deshalb nicht, wenn neben Klassikern der Märchenoper und des Balletts auch brisante Gegenwartsthemen wie Klimawandel und Umweltschutz in fantasievollem Gewand Einzug auf die Marionettenbühne halten. „Der alte Baum – oder: Franzis Reise zum Ende der Welt“, eine Koproduktion des Salzburger Marionettentheaters mit der Internationalen Stiftung Mozarteum im Rahmen der Mozartwoche 2026, handelt von der abenteuerlichen Reise der Protagonistin Franzi. Gemeinsam mit ihrem Freund Moo und dem Vogel Zilpzalp begibt sie sich mit einem Heißluftballon in den Regenwald, um einen besonderen, alten Baum zu finden und die baumarme Welt zu retten. In ihrer Fantasiewelt liefert Franzis Aufbruch geradezu ein Musterbeispiel für den Appell der Salzburger Umweltpsychologin Isabella Uhl-Hädicke: „Machen wir es doch einfach! – Dürrebrände, Hitze bis zu 50 Grad und Sturmfluten vor unserer Haustür. Der Klimawandel ist bei uns angekommen. Wir wissen, dass wir mit unserer Art zu leben, zu wirtschaften und Politik zu machen, die Ursache sind. Wir haben Angst vor dem, was noch kommt. Wir wissen, was zu tun ist.“ Und dennoch mangelt es uns an Franzis Spontanität. Wieso klaffen bei der Klimakrise Wissen und Handeln so oft auseinander, obwohl die Kosten des Nicht-Handelns um ein Vielfaches höher sind? Welche oft unbewussten Faktoren beeinflussen unser Umweltverhalten und wie schafft man es trotzdem, den inneren „Umweltschweinehund“ zu überlisten?

Im Atelier Gespräch geht es einerseits darum, wie wissenschaftliche Ergebnisse genutzt werden können, um von einem „Warum machen wir es nicht einfach?“ zu einem „Machen wir es doch einfach!“ zu kommen. Andererseits wird der künstlerische Reiz eines Singspiels mit anverwandelten Mozart-Arien erkundet, in dem Tenor und Regisseur Paul Schweinester, der künstlerische Leiter Philippe Brunner (Konzept und Dramaturgie) und Tscho Theissing (Musikarrangements und musikalische Leitung) nicht nur die Realität in eine Fantasiegeschichte verpacken, sondern mit originellen musikalischen und dramaturgischen Einfällen die Kluft zwischen Krise und Handeln in die genuine Welt der Marionette übersetzen. Die Tatsache, dass sich diese, ebenso wie das Märchen, drastischer Mittel bedienen kann, verspricht eine spannende Begegnung zwischen Marionettentheater und Psychologie. Das Salzburger Marionettentheater nimmt seit 2023 am BMKÖS- Förderprogramm „Klimafitter Kulturbetrieb“ teil und ist seit Jänner 2025 offiziell mit dem Österreichischen Umweltzeichen 209 für Sprech- und Musiktheater ausgezeichnet.

Termine

Mo,  19.01.2026 | 18:00
ohne Pause Dauer tba
Bald verfügbar
Alle Vorstellungen